Bergbau am Schönberg
Am Schönberg fand in den Jahren 1937 bis 1942 Bergbau auf Eisenerze statt. Die Eisengehalte der Fördererze lagen im Mittel bei 20 %. Die nutzbare Mächtigkeit des Erzlagers variiert zwischen 2 und circa 12 Metern. Aus wirtschaftlicher Sicht waren etwa 16 Millionen Tonnen gewinnbar. Abgebaut wurden bis zur Beendigung des Abbaus 1,4 Millionen Tonnen, wozu in den beiden Bergbaufeldern bei Sankt Georgen und bei Ebringen 38,5 Kilometer Stollen und Strecken aufgefahren wurden. Grund für den Bergbau war, dass das kalkige Eisenerz aus Süddeutschland für die Verhüttung des kieseligen Eisenerzes aus dem Lahn-Dill-Gebiet und Skandinavien prozessbedingt wichtig war. Der Bergbau wurde eingestellt, als Lothingen mit seinen größeren Eisenerzlagerstätten wieder zum Deutschen Reich gehörte.
(Autor und Fotos: Dr. Wolfgang Werner, Ebringen, bzw. Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg)
Geologie am Schönberg
Zwischen Freiburg, Bollschweil und Pfaffenweiler, im Osten eingerahmt vom Hexental und im Westen vom Schneckental, ist eine große tektonische Scholle erhalten geblieben, in der auf engstem Raum Gesteine aus rund 250 Millionen Jahren Erdgeschichte zu finden sind. Ebringen schmiegt sich in eine nach Westen geöffnete Einmuldung des Schönbergs ein. Kalkige und tonige Gesteine sowie auflagernde Lössböden bilden dort den Untergrund.
Die Kalksande, aus denen der Hauptrogenstein entstand, lagerten sich in einem Zeitraum von ca. 168 bis 165 Millionen Jahren ab. Unser heutiger Standort befand sich damals auf der geographischen Breite, auf der heute Kreta liegt. Die rundlichen Kalkkörner wurden in einem subtropischen Flachmeer bei beständig leichter Wellenbewegung gebildet. Eine vergleichbare Situation finden wir heute auf den Bahamas.
(Text und Fotographien: Dr. Wolfgang Werner, Ebringen. Kartengraphik: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg)










