Die Asiatische Tigermücke ist klein, aber äußerst stichfreudig. Anders als viele heimische Stechmücken ist sie tagaktiv und besonders aggressiv. Zudem kann sie Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen.
Deshalb ist es wichtig, die Asiatische Tigermücke frühzeitig zu erkennen und ihre Brutstätten konsequent zu beseitigen.
Wie sieht die Asiatische Tigermücke aus?Link zum Flyer (PDF-Dokument, 4,49 MB)
Haben Sie eine Asiatische Tigermücke entdeckt?
Wenn Sie eine verdächtige Stechmücke gesichtet haben, können Sie Fotos aus verschiedenen Perspektiven die Meldeplattform der KABS (https://www.kabsev.de/stichts/) einreichen.
Wenn möglich, bewahren Sie die Mücke bis zur Rückmeldung auf. So kann geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine Asiatische Tigermücke handelt.
Wo lebt die Asiatische Tigermücke?
Die Asiatische Tigermücke fühlt sich besonders in Siedlungen, Gärten und Kleingartenanlagen wohl. Für die Eiablage reichen bereits kleinste künstliche Wasseransammlungen aus.
Typische Brutstätten sind zum Beispiel:
- Dachrinnen
- Regentonnen
- Hofabläufe und Entwässerungsrinnen
- alte Reifen
- Blumentopfuntersetzer
- Tiertränken
- Schubkarren und andere Gartengeräte
- Eimer und Gießkannen
- Planschbecken und Kinderspielzeug
- Gläser, Tassen und Aschenbecher
- Sonnenschirmständer
- Blumentöpfe und Grabvasen
- weggeworfene Getränkedosen
Entscheidend ist dabei nicht die Größe des Gefäßes: Schon kleinste Mengen stehenden Wassers können als Brutstätte ausreichen.
Gepflegte Gartenteiche, Fließgewässer und Schwimmbäder sind dagegen keine typischen Brutstätten.
Stehendes Wasser regelmäßig entfernen
Die einfachste und wichtigste Maßnahme lautet:Stehendes Wasser vermeiden.
Gefäße, in denen sich Wasser sammeln kann, sollten mindestens einmal pro Woche vollständig geleert werden. Noch besser ist es, möglichst auf solche Gefäße zu verzichten.
Alternativ kann ein kleines Loch dafür sorgen, dass Wasser selbstständig abfließt.
Nicht nur das Wasser, sondern auch die Eier entfernen
Wasser einfach auszutauschen reicht nicht immer aus. Zwar sterben Larven ab, wenn sie mit dem Wasser ausgeschüttet werden und außerhalb des Wassers liegen. Die Eier können jedoch an den Innenwänden der Gefäße haften bleiben.
Regentonnen sicher abdecken
Ein herkömmlicher Deckel reicht nicht aus. Er ist häufig nicht vollständig dicht. Schon kleine Öffnungen können den Tigermückenweibchen den Zugang zur Wasseroberfläche ermöglichen. Dort können sie ihre Eier oberhalb der Wasserlinie ablegen.
Deshalb sollte eine Regentonne mit einem engmaschigen Regentonnennetz gesichert werden. Zusätzlich empfiehlt sich die Behandlung mit Bti-Tabletten, um vorhandene oder noch schlüpfende Larven abzutöten.
Gemeinsam gegen die Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke lässt sich nur wirksam eindämmen, wenn alle Anwohnerinnen und Anwohner mitmachen. Bereits eine einzige übersehene Brutstätte kann ausreichen, damit sich die Mücken weiter vermehren.
Deshalb ist es wichtig, auch Nachbarinnen und Nachbarn zu informieren und zu unterstützen. Flyer oder Bti-Tabletten können weitergegeben und geeignete Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden.
Gerade ältere Menschen sind bei der Gartenpflege manchmal auf Unterstützung angewiesen. Helfen Sie gemeinsam mit anderen Nachbarinnen und Nachbarn dabei, mögliche Brutstätten zu erkennen und zu beseitigen.
Mit Aufmerksamkeit, gegenseitiger Unterstützung und einfachen Maßnahmen lässt sich die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke deutlich erschweren.
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